„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Johann Wolfgang von Goethe
„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“Johann Wolfgang von Goethe 

August 2018

Toleranz ohne Ende ist das Ende der Toleranz

oder zum Klassenkampf vorm Marx-"Nischel"

 

Die einen hassen Ausländer, die anderen Deutsche, die einen hassen Vielfalt, die anderen auch. Wieder andere denken, Lügen helfen bei der Wahrheitsfindung und viele schweigen dazu. Und es wird heftig polarisiert- auf der einen wie auf der anderen Seite.

Doch was soll man tun, wenn die Grenze der eigenen Toleranz erreicht ist? Was tun, wenn man etwas nicht mehr hinnehmen kann?

Weiter hassen, lügen und polarisieren? Vielleicht sogar selbst ausrasten, zuschlagen, töten?

Wie wäre es damit, den Mund aufzumachen, mitzugestalten, mit einander zu streiten, Lösungen zu finden?

Das Blöde daran ist nur: Mund aufzumachen und sachlich zu streiten, besonders in schwierigen, komplizierten Situationen, ist verdammt schwer.

Und zuhören können muss man. Zuhören was der andere über dasselbe Thema denkt. Auch dann, wenn einem die andere Meinung so gar nicht in den Kram passt.

Das Gute: man kann das erlernen und trainieren- z.B. in der Schule. Schule braucht neben fachlicher endlich auch moralische Bildung. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, moralisch kompetent zu handeln.

Das klingt zwar hochtrabend, meint aber nur: zu lernen, Konflikte durch Denken und Diskussion und ohne Gewalt, Betrug oder Unterwerfung unter Andere zu lösen.

Das meiner Meinung nach Schwierigste dabei: die Lösungen, die man erstreitet, müssen mit dem übereinstimmen, was einem wirklich wichtig ist.

Aber: uns allen ist in etwa das Gleiche wichtig: Gerechtigkeit, Sicherheit, dass es einem gut geht, dass man irgendwo sein zu Hause hat usw.

Dürfte also gar nicht so schwer sein, sich zu einigen! Oder doch?

Einen Anfang würde man schon machen, wenn man den Mund aufmacht, wenn einem etwas gar nicht passt (sachlich und ohne Gewalt, und nicht nachplappern, weil‘s ein anderer gesagt hat, sondern weil man tatsächlich selbst dieser Meinung ist).

Eben einfach ehrlich sagen, was man wirklich denkt.

In etwa so:

Bei Hass und Gewalt hört meine Toleranz auf!

Beste Grüße aus Chemnitz

Martina Reinicke

(28.08.2018)

 

 

 

 

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© Martina Reinicke